10 gegen Gaddafi

Ein Flugverbot über Libyen, vielleicht gar militärische Intervention. Alles sei möglich, bis auf Bodentruppen. Zehn Länder stimmten für die Resolution des UN-Sicherheitsrates, keins dagegen – Deutschland enthielt sich und reiht sich ein neben Russland, China, Brasilien und Indien.

Die Resolution will die libyschen Zivilisten vor den Luftangriffen von Gaddafi schützen. Endlich, wie viele jubeln – zu spät, wie viele kritisieren.

Brega und Ajdabia sind wieder in den Händen von Gaddafi. Der Sturm auf Benghazi steht offenbar kurz bevor. Noch vor gut einer Woche konnte ich mich in diesen Städten als Journalistin frei bewegen, musste mich höchstens vor Probe- und Protestschüssen in Acht nehmen, nicht vor Übergriffen der Regierungstreuen. Nur wenige Tage später wurde ein Kameramann von Al Jazeera getötet.

Noch am Tag meiner Abreise sagten mir die Rebellen in einem Militärcamp in Benghazi: wir sind jetzt organisiert, wir stürmen gar auf Sirte (Gaddafis Geburtsort und Hochburg seiner Anhänger) – unser Sieg steht kurz bevor.

Es war nicht nur naiver Kampfeswille, den ich darin gesehen hatte. Der Optimismus, die moralische Überlegenheit, so schien es mir in dem Moment, könnte vielleicht wirklich den Diktator stürzen lassen.

Schon wenige Tage später, nach den heftigen Kämpfen rund um Ras Lanuf und Brega, war ich wieder in der Realität angekommen. Wenn es eine wirkliche Chance zum Sturz des Diktators gab, dann ist sie längst verstrichen. Nun, so scheint es sich anzubahnen, wird es nur noch blutig.

Umso mehr haben die oppositionellen Libyer auf das Flugverbot gehofft – und ihre Freude bricht sich Bahn bei der Nachricht über die UN-Resolution:

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restart!

Der Notizblock ist voll, aber diese Seiten leer – das muss sich ändern! Ich starte in den kommenden Tagen einen neuen Versuch, meinem Blog Leben einzuhauchen.

Mehr Skizzen und Gedanken, mehr Schnappschüsse und Momente mitten aus Nahost. Wann, wenn nicht jetzt!

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to be meat

Found in an orthodox Supermarket.You have to be Fleisch to be meat.

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angry pandas cheese revenge

Ägyptische Fernsehwerbung für Käse klingt zunächst nicht wirklich reizvoll? Wer das denkt, kennt den “Angry Panda” nicht. In jedem TV-Spot taucht er auf – und zerstört. Einkaufswagen umstoßen, Computer zerschmettern und den Schlauch vom Infusionstropf rausziehen – der Panda sinnt immer dann auf Rache, wenn jemand seinen Käse nicht will:

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peace talks? who believes…

Abbas und Netanjahu setzen sich an einen Tisch und nehmen direkte Friedensgespräche auf. Die Meldung schlägt große mediale Wellen – doch in Israel und Palästina löst diese Ankündigung höchstens Schulterzucken aus: “Dann reden sie halt mal wieder.”

Statt optimistisch sind die meisten realistisch: Abbas hat nur aufgrund von enormem Druck von außen zugesagt, zudem will er die Gespräche sofort wieder abbrechen, wenn Israel am 26. September nach offiziellem Ende des Siedlungs-Baustopps neue Wohneinheiten im Westjordanland baut. Noch dazu halten viele Palästinenser Präsident Abbas nicht mehr für ihren adäquaten Vertreter. Selbst wenn er also Kriterien für einen zukünftigen Palästinenserstaat aushandeln würde –  das Volk würde nicht zwangsläufig dahinter stehen.

Auf israelischer Seite ist klar: Netanjahu ist von seiner politisch rechten Regierungskoalition abhängig. So wird im Vorfeld der Friedensverhandlungen schon deutlich, dass Netanjahu nicht auf palästinensische Forderungen eingehen kann, ohne seine Koalition zu gefährden. Noch dazu hat der Ministerpräsident mehrfach verkündet, dass er den Palästinenern keine territorialen Zugeständnisse machen wird, angefangen bei Ostjerusalem bis hin zu der Besiedlung des Westjordanlandes.

Weitere Stimmen aus Israel und den palästinensischen Gebieten zu den Friedensverhandlungen in der Jerusalem Post.

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weeping boy

Der Junge schreit, der Junge weint: das Video eines fünfjährigen Palästinensers, der bei der Verhaftung seines Vaters von israelischen Soldaten heulend um seinen “Baba” bettelt erregt mittlerweile weltweit Aufsehen.

Der Vater von Khaled Jaber soll die israelische Polizei in Hebron attackiert, Steine auf sie geworfen haben; die Polizei ermittelte gegen die Familie, weil sie sich illegal an eine Wasserleitung angeschlossen haben soll.

Der wimmernde Fünfjährige soll laut israelischer Polizei von seiner Familie zum lauten Wehklagen aufgefordert, gar angestachelt worden sein.

Die Familie streitet das ab: der Junge sei zutiefst zerstört gewesen, dass sein Vater vor seinen Augen verhaftet wurde.

Die ganze Geschichte in der Haaretz.

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jewish burka – a new trend?

Um sich von ihren Sünden befreien zu können sollen gläubige Frauen nur noch komplett verhüllt auf die Straßen gehen: eine Gruppe Ultra-Orthodoxer ruft in den religiösen Vierteln Jerusalems mit Plakaten dazu auf, den weiblichen Körper und die Haare vollständig zu bedecken. Die Kleidung dürfe weder durchsichtig sein noch eng anliegen, zudem solle sie schwarz sein, denn diese Farbe unterstreiche die weibliche Sittsamkeit.

So hüllen sich einige strenggläubige Haredim-Frauen in eine Art muslimische Burka, im jüdischen Glauben auch “Frumka” genannt.

Fensterscheiben von einigen Geschäften wurden bereits eingeworfen – offenbar erschien die farbenfrohe Auslage bestimmten religiösen Kräften des Viertels zu unmoralisch.

Bereits vor drei Jahren brachten ultra-orthodoxe jüdische Frauen diese Art der Burka auf die Straßen der religiösen Enklave Beit Shemesh. Auch bei privaten Anlässen scheinen immer mehr weibliche Haredim die Burka tragen zu wollen.

Viele Rabbis protestieren gegen diese “extremistische Bewegung” innerhalb der jüdischen Gemeinde. Sie halten diese Form der Kleiderordnung nicht für sittsam, sondern erniedrigend für die Frauen.

Doch ein weiteres Verbot ist im Kommen: einige Ultra-Orthodoxe haben vorgeschlagen, dass Frauen in der Öffentlichkeit das Telefonieren verboten werden müsse.

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